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Kaum ein Land der Welt ist religiös so vielfältig und spirituell geprägt wie Indien Religion ist dort nicht nur Privatsache oder ein gelegentlicher Kirchenbesuch – sie ist tief im Alltag, in den Familien, Städten, Ritualen und sogar im Rhythmus des Tages verankert. Tempelglocken am Morgen, Gebetsrufe aus Moscheen, Räucherstäbchen vor kleinen Hausaltären, Pilger am Ganges oder meditierende Mönche in buddhistischen Klöstern gehören in Indien ganz selbstverständlich zum Alltag.
Indien gilt als die Wiege mehrerer Weltreligionen. Hier entstanden:
- der Hinduismus,
- der Buddhismus,
- der Jainismus
- und der Sikhismus.
Gleichzeitig leben dort seit Jahrhunderten:
- Muslime,
- Christen,
- Juden,
- Parsen des Zoroastrismus,
- Bahai
- sowie zahlreiche indigene Gemeinschaften mit eigenen Naturreligionen.
Diese religiöse Vielfalt prägt Architektur, Musik, Essen, Kleidung, Feiertage und gesellschaftliches Leben bis heute.
Was ist Religion eigentlich?
Religion ist ein Glaubenssystem, das versucht, Antworten auf die großen Fragen des Lebens zu geben:
- Woher kommen wir?
- Warum existieren wir?
- Was passiert nach dem Tod?
- Was ist richtiges Handeln?
- Gibt es eine höhere Macht?
Zu Religion gehören meistens:
- Gebete,
- Rituale,
- heilige Orte,
- moralische Regeln,
- spirituelle Praktiken,
- Feste
- und heilige Schriften.
In Indien verschwimmen Religion, Philosophie und Alltag oft miteinander. Viele Menschen verstehen ihre Religion nicht nur als Glauben, sondern als Lebensweise.
Hinduismus – die älteste Religion Indiens
Der Hinduismus ist die älteste große Religion Indiens und gleichzeitig die größte Religion des Landes. Rund 80 Prozent der indischen Bevölkerung gehören dem Hinduismus an.
Viele Hindus bezeichnen ihre Religion nicht als „Hinduismus“, sondern als:
Sanatana Dharma
Das bedeutet:
„die ewige Ordnung“ oder „das ewige Gesetz“.
Anders als viele andere Religionen besitzt der Hinduismus keinen einzelnen Gründer. Er entwickelte sich über mehrere tausend Jahre hinweg und umfasst viele unterschiedliche Traditionen und Glaubensrichtungen.
Wichtige Glaubensinhalte sind:
- Karma,
- Wiedergeburt,
- Dharma,
- und Moksha – die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten.
Viele Hindus verehren verschiedene Gottheiten wie:
- Shiva,
- Vishnu,
- Lakshmi,
- Durga
- oder Ganesha.
Eine der heiligsten Städte des Hinduismus ist Varanasi am heiligen Fluss Ganges. Viele Hindus pilgern dorthin, um im Wasser des Ganges zu baden und spirituelle Reinigung zu erfahren.
Rishikesh gilt als „Welthauptstadt des Yoga“ und ist ein bedeutendes spirituelles Zentrum am heiligen Ganges. Viele Menschen reisen dorthin für:
- Yoga,
- Meditation,
- Ashramaufenthalte
- und spirituelle Reinigung.
Haridwar zählt zu den sieben heiligsten Städten des Hinduismus. Dort steigen jedes Jahr Millionen Pilger zum Ganges hinab, um im heiligen Wasser zu baden. Außerdem findet dort regelmäßig die berühmte Kumbh Mela statt – eines der größten religiösen Feste der Welt.
Pushkar ist besonders bekannt für den seltenen Brahma Temple, einen der wenigen Tempel Indiens, der dem Gott Brahma gewidmet ist. Der heilige Pushkar-See gilt als wichtiger Ort für Rituale und Pilgerreisen.
Auch Feste spielen eine enorme Rolle:
- Holi, das Farbenfest,
- und Diwali, das Lichterfest,
gehören zu den bekanntesten religiösen Feiern Indiens.
Buddhismus – der Weg zur Erleuchtung

Der Buddhismus entstand im 5. Jahrhundert vor Christus in Indien.
Gegründet wurde er von Siddhartha Gautama. Buddha wollte verstehen, warum Menschen leiden und wie sie inneren Frieden finden können.
Die zentralen Lehren des Buddhismus sind:
- die Vier Edlen Wahrheiten,
- der Achtfache Pfad,
- Achtsamkeit,
- Meditation
- und Mitgefühl.
Der wichtigste buddhistische Ort in Indien ist der Mahabodhi Temple in Bodhgaya in Bihar. Dort soll Buddha unter dem Bodhi-Baum die Erleuchtung erlangt haben.
Auch Sarnath bei Varanasi ist bedeutsam, weil Buddha dort seine erste Predigt hielt.
Der Buddhismus entstand zwar ursprünglich in Indien, doch heute gehört nur noch ein kleiner Teil der indischen Bevölkerung dieser Religion an. Etwa 0,7 Prozent der Menschen in Indien sind Buddhisten, was ungefähr 8 bis 10 Millionen Menschen entspricht. Trotzdem besitzt der Buddhismus für Indien eine enorme historische und spirituelle Bedeutung, denn viele der wichtigsten buddhistischen Heiligtümer der Welt befinden sich dort.
Besonders viele Buddhisten leben heute in Maharashtra, Ladakh, Himachal Pradesh, Sikkim und Arunachal Pradesh. In Maharashtra entwickelte sich im 20. Jahrhundert eine große buddhistische Bewegung durch B. R. Ambedkar. Ambedkar setzte sich gegen das hinduistische Kastensystem ein und konvertierte gemeinsam mit Hunderttausenden Menschen zum Buddhismus. Für viele sogenannte Dalits wurde der Buddhismus dadurch zu einem Weg aus sozialer Unterdrückung und Diskriminierung.
In Indien werden heute verschiedene Formen des Buddhismus praktiziert. Besonders verbreitet ist der tibetische Buddhismus in den Himalaya-Regionen. Daneben existieren auch Mahayana-, Theravada- und sogenannte Navayana-Traditionen. Der tibetische Buddhismus prägt heute besonders stark die Regionen Dharamshala und McLeod Ganj im Norden Indiens.
Der Dalai Lama und seine tibetische Exilregierung in Mcleod Ganj
Eine zentrale Rolle spielt dabei der Dalai Lama, das spirituelle Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Nachdem Tibet 1959 von China besetzt wurde, floh der Dalai Lama nach Indien. Die indische Regierung gewährte ihm Asyl, und seitdem lebt er in McLeod Ganj im Himalaya nahe Dharamshala.
McLeod Ganj entwickelte sich dadurch zum wichtigsten Zentrum des tibetischen Buddhismus außerhalb Tibets. Dort befinden sich heute die tibetische Exilregierung, zahlreiche Klöster, buddhistische Schulen, Meditationszentren und Bibliotheken. Für Buddhisten aus aller Welt ist dieser Ort deshalb von großer spiritueller Bedeutung.
Besonders wichtig ist das Namgyal Monastery, das persönliche Kloster des Dalai Lama. Viele Menschen reisen nach McLeod Ganj, um dort zu meditieren, buddhistische Lehren zu hören oder die tibetische Kultur kennenzulernen.
Die Atmosphäre des Ortes ist stark buddhistisch geprägt. Überall sieht man Gebetsfahnen, Gebetsmühlen, Tempel, Mönche in roten Roben und kleine Räucheraltäre. Meditation, Mitgefühl und Achtsamkeit prägen den Alltag vieler Menschen dort. Gleichzeitig versuchen die tibetischen Flüchtlinge bis heute, ihre Religion, Sprache und Kultur im Exil zu bewahren.
Dadurch ist McLeod Ganj nicht nur ein politisches Zentrum der tibetischen Gemeinschaft geworden, sondern auch ein weltbekannter spiritueller Ort für Buddhisten und spirituell Interessierte aus aller Welt.
Das Tushita Zentrum in Mcleod Ganj bietet intensive zehntägige Schweigeretreats “ Einführung in den Buddhismus“ an, die ich sehr empfehlen kann. Aber auch die täglichen Dropp In Meditationen von 9 bis 10 Uhr lohnen sich.
Jainismus – Gewaltlosigkeit als Lebensprinzip
Der Jainismus gehört zu den ältesten Religionen Indiens. Er entstand im 6. Jahrhundert vor Christus. Eine zentrale Persönlichkeit ist Mahavira.
Die wichtigste Idee des Jainismus lautet:
Ahimsa – absolute Gewaltlosigkeit.
Jainas versuchen, keinem Lebewesen zu schaden. Deshalb leben viele streng vegetarisch oder vegan. Manche tragen sogar ein Tuch vor dem Mund, damit sie keine kleinen Insekten einatmen, essen nur bei Tageslicht und fegen den Fußweg vor sich.
Im Alltag bedeutet die Religion:
- Disziplin,
- Selbstbeherrschung,
- Meditation,
- Fasten
- und Respekt vor allem Leben.
Wichtige Pilgerorte des Jainismus sind:
- Palitana Temples
- und Shravanabelagola.
Besonders beeindruckend ist die riesige Statue des Heiligen Bahubali in Shravanabelagola. Aber auch in vielen rajasthanische Städten kann man Jain-Tempel bewundern, dabei sticht der Ranakpur Tempel in Jaipur besonders heraus.
Überall in Indien findet man Jain-Restaurants. Hier wird das Essen ohne Lebensmitteln gekocht, die unter der Erde wachsen.
Sikhismus – Gleichheit und Gemeinschaft
Der Sikhismus entstand im 15. Jahrhundert im Punjab in Nordindien und ist ebenfalls, wie der Jainismus und der Buddhismus eine Refomration des Hinduismus.
Gründer war Guru Nanak, der soziale Ungleichheit und das Kastensystem kritisierte.
Der Sikhismus lehrt:
- Gleichheit aller Menschen,
- Ehrlichkeit,
- Hilfsbereitschaft
- und Gemeinschaft.
Sikhs glauben an einen einzigen Gott. Die heilige Schrift heißt:
Guru Granth Sahib.
Das wichtigste Heiligtum der Sikhs ist der Golden Temple.
Der Tempel besitzt vier Eingänge – als Symbol dafür, dass Menschen aller Religionen willkommen sind.
Besonders berühmt ist dort der:
Langar
Das ist eine kostenlose Gemeinschaftsküche, in der täglich Tausende Menschen kostenlos essen können – unabhängig von Religion oder Herkunft.
Viele Sikhs tragen:
- Turban,
- Bart,
- und lange Haare.
Diese äußeren Zeichen symbolisieren Würde und Glauben.
Islam in Indien
Der Islam kam bereits ab dem 7. Jahrhundert durch Händler nach Indien. Später prägten muslimische Sultanate und die Mogulherrscher große Teile des Landes.
Heute leben über 200 Millionen Muslime in Indien (ca 15 % der Gesamtbevölkerung)– damit gehört Indien zu den Ländern mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit.
Wichtige islamische Orte sind:
- Jama Masjid in Old Delhi
- Ajmer Sharif Dargah
- und das Taj Mahal in Agra
Besonders der Sufismus, eine mystische Form des Islam, spielt in Indien eine bedeutende Rolle.
Christentum in Indien
Das Christentum existiert in Indien bereits seit sehr langer Zeit. Einer Überlieferung nach brachte der Apostel Thomas den christlichen Glauben schon im 1. Jahrhundert nach Indien.
Heute leben viele Christen:
- in Kerala,
- Goa
- und im Nordosten Indiens.
Wichtige christliche Orte sind:
- Basilica of Bom Jesus
- und Velankanni Church.
Viele christliche Gemeinschaften betreiben:
- Schulen,
- Krankenhäuser
- und soziale Einrichtungen.
Wer über Weihnachten oder Ostern in Indien ist kann diese Feiertage besonders schön in Goa oder Kerala verbringen.
Dabei ist es interessant zu beobachten, das das Christentum einen hinduistischen Einfluss hat. So werden in Kirchen Schuhe ausgezogen und oft findet man eine Tempelsäule vor den großen Kirchen.
Naturreligionen und indigene Gemeinschaften
Neben den großen Weltreligionen wie Hinduismus, Islam, Buddhismus oder Christentum existieren in India auch zahlreiche indigene Religionen und spirituelle Traditionen. Die Angehörigen dieser Gemeinschaften werden in Indien häufig als „Adivasi“ bezeichnet. Das Wort bedeutet übersetzt ungefähr „erste Bewohner“ und beschreibt die ursprünglichen Bevölkerungsgruppen des indischen Subkontinents. Heute gehören über 100 Millionen Menschen in Indien zu solchen indigenen Gemeinschaften. Das entspricht etwa 8 bis 9 Prozent der Bevölkerung. Damit besitzt Indien eine der größten indigenen Bevölkerungen der Welt.
Viele indigene Gemeinschaften leben in Zentralindien sowie in abgelegenen Berg- und Waldregionen. Besonders viele Adivasi leben in den Bundesstaaten Jharkhand, Chhattisgarh, Odisha, Madhya Pradesh sowie im Nordosten Indiens in Nagaland, Meghalaya oder Mizoram. Zu den bekanntesten Gruppen gehören die Santhal, Gond, Bhil, Khasi, Naga oder Mizo. Jede dieser Gemeinschaften besitzt eigene Traditionen, Sprachen, Rituale und spirituelle Vorstellungen.
Unsere Odhisha Fahrradreise bietet ganz besondere Einblicke in das traditionelle Leben der Adivasi.
Die Religionen vieler indigener Gruppen werden oft als Naturreligionen bezeichnet. Dabei steht die Natur im Mittelpunkt des spirituellen Lebens. Viele Gemeinschaften glauben, dass Flüsse, Berge, Wälder, Tiere oder bestimmte Orte spirituelle Kräfte besitzen. Häufig spielen auch Ahnengeister und Schutzgeister eine wichtige Rolle. Für viele indigene Menschen ist die Natur nicht einfach nur Umgebung, sondern etwas Heiliges und Lebendiges.
Deshalb existieren in vielen Dörfern heilige Wälder, besondere Bäume oder spirituelle Plätze, an denen Rituale durchgeführt werden. Anders als in vielen Weltreligionen gibt es häufig keine heiligen Bücher. Wissen, Geschichten und religiöse Traditionen werden meist mündlich von Generation zu Generation weitergegeben.
Musik, Tanz und Rituale besitzen in vielen indigenen Gemeinschaften eine große spirituelle Bedeutung. Religiöse Feste orientieren sich oft an den Jahreszeiten, der Ernte oder Naturzyklen. Trommeln, Gesänge, Feuerzeremonien und traditionelle Tänze gehören dabei häufig zu religiösen Feiern. Viele Rituale sollen:
- Schutz bringen,
- gute Ernten sichern,
- Krankheiten heilen
- oder die Verbindung zu Ahnen stärken.
Im Alltag sind Gemeinschaft, Familie und Natur eng miteinander verbunden. Viele indigene Gruppen lebten traditionell von Landwirtschaft, Jagd oder Waldwirtschaft. Bis heute besitzen Heilpflanzen, Naturwissen und traditionelle Medizin eine große Bedeutung.
Im Laufe der Geschichte wurden viele indigene Gemeinschaften teilweise vom Hinduismus beeinflusst. Manche übernahmen hinduistische Gottheiten oder Feiertage. Trotzdem bewahrten viele Gruppen ihre eigenen spirituellen Traditionen. Deshalb vermischen sich heute oft indigene Naturreligionen mit Elementen des Hinduismus. Im Nordosten Indiens wurden viele indigene Gruppen später christlich geprägt.
Heute stehen viele indigene Gemeinschaften vor großen Herausforderungen. Durch Abholzung, Bergbau, Industrieprojekte oder Staudämme verlieren viele Menschen ihr Land, ihre Wälder und damit oft auch ihre spirituellen Orte und kulturellen Traditionen. Viele indigene Gruppen kämpfen deshalb für den Schutz ihrer Lebensräume und ihrer kulturellen Identität.
Die Naturreligionen der Adivasi zeigen eine besondere spirituelle Sichtweise, in der Mensch und Natur eng miteinander verbunden sind. Gerade in Zeiten von Umweltzerstörung und Klimawandel gewinnen viele dieser Vorstellungen heute wieder an Bedeutung.
Das Hornbill Festival in Nagaland
Ein besonders faszinierender Ausdruck der indigenen Kulturen Nordostindiens ist das berühmte Hornbill Festival in Nagaland. Das Festival findet jedes Jahr Anfang Dezember nahe der Hauptstadt Kohima statt und gilt als eines der wichtigsten Kulturfestivals Indiens. Benannt wurde es nach dem Hornbill, dem Nashornvogel, der für viele Naga-Stämme eine spirituelle und kulturelle Bedeutung besitzt.
Während des Festivals kommen zahlreiche indigene Naga-Stämme zusammen, um:
- traditionelle Tänze,
- Musik,
- Rituale,
- Kleidung,
- Handwerkskunst
- und ihre spirituellen Traditionen zu präsentieren.
Das Festival zeigt eindrucksvoll die enorme kulturelle Vielfalt Nordostindiens. Viele der dort lebenden Gemeinschaften besitzen bis heute starke indigene Wurzeln und bewahren traditionelle Glaubensvorstellungen, Naturverbundenheit und Stammeskulturen. Gleichzeitig treffen dort heute:
- Christentum,
- buddhistische Einflüsse,
- indigene Naturreligionen
- und moderne Lebensweisen
aufeinander.
Wer diese besondere Region intensiv erleben möchte, kann dies auf zwei speziellen Reisen von Chalo Reisen tun.
Die Hornbill-Festival Tour nach Nordostindien führt 16 Tage lang durch Nagaland und Arunachal Pradesh bis an die Grenze zu Myanmar. Die Reise ermöglicht Begegnungen mit über zehn verschiedenen indigenen Gruppen und verbindet:
- Stammeskulturen,
- buddhistische Klöster,
- abgelegene Bergregionen,
- traditionelle Dörfer
- und das Hornbill Festival selbst miteinander.
Besonders intensiv ist außerdem die dreiwöchige Spezialreise mit dem Fahrrad zum Hornbill Festival. Dabei führt eine mehrtägige Fahrradtour von Shillong nach Kohima durch abgelegene Landschaften Nordostindiens. Übernachtet wird teilweise in Homestays oder Zelten, wodurch echte Begegnungen mit den Menschen der Region möglich werden. Anschließend erleben die Teilnehmenden mehrere Tage lang die kulturellen Rituale, Tänze und Feierlichkeiten des Hornbill Festivals.
Diese Reisen ermöglichen nicht nur touristische Eindrücke, sondern tiefe Einblicke in die spirituelle, kulturelle und ethnische Vielfalt eines Teils Indiens, der für viele Reisende noch weitgehend unbekannt ist.
Religion und Politik – Modi und die BJP
Religion spielt in Indien auch politisch eine wichtige Rolle.
Narendra Modi gehört zur BJP, der Bharatiya Janata Party.
Die BJP vertritt einen stark hinduistisch geprägten Nationalismus. Kritiker werfen der Partei vor, religiöse Minderheiten – besonders Muslime – teilweise zu benachteiligen.
Gleichzeitig ist Modi bei vielen Menschen beliebt, weil er:
- wirtschaftliche Entwicklung,
- Infrastruktur,
- Digitalisierung
- und nationale Stärke fördert.
Indien versteht sich offiziell als säkularer Staat. Das bedeutet:
- alle Religionen sollen gleich behandelt werden,
- und Religionsfreiheit ist gesetzlich geschützt.
In der Realität bleibt das Zusammenspiel von Religion und Politik jedoch ein sensibles Thema.
Pilgern in Indien – spirituelle Reisen zwischen Tempeln, Ashrams und heiligen Flüssen
Pilgern bedeutet, aus religiösen oder spirituellen Gründen zu einem heiligen Ort zu reisen. Ziel einer Pilgerreise ist oft:
- spirituelle Reinigung,
- innere Entwicklung,
- Dankbarkeit,
- oder die Suche nach Erkenntnis und Frieden.
In Indien besitzt Pilgern seit Jahrtausenden eine enorme Bedeutung. Millionen Menschen reisen jedes Jahr:
- nach Varanasi,
- Rishikesh,
- Bodh Gaya,
- Amritsar
- oder Haridwar.
Pilgern bedeutet in Indien jedoch oft mehr als nur das Besichtigen heiliger Orte. Es geht um:
- Begegnungen,
- Rituale,
- Meditation,
- Gebete,
- und das bewusste Erleben spiritueller Traditionen.
Eine besonders intensive Möglichkeit, diese spirituelle Vielfalt selbst zu erleben, bietet unsere dreiwöchige Yoga-Pilgerreise durch Nordindien. Die Reise führt zu bedeutenden spirituellen Orten verschiedener Religionen und verbindet:
- Pilgerorte,
- Yoga,
- Meditation,
- Ashram-Aufenthalte
- und kulturelle Begegnungen miteinander.
Die Teilnehmenden besuchen:
- Rishikesh am heiligen Ganges,
- Varanasi,
- Amritsar,
- Mcleod Ganj,
- Pushkar,
- Old Delhi,
- Agra
Besonders die Aufenthalte im Ashram in Rishikesh und im Sri Jasnath Ashram in rajasthan während der Reise ermöglichen tiefe Einblicke in den spirituellen Alltag Indiens. Dort erleben Reisende:
- Meditation am Morgen,
- gemeinschaftliches Leben,
- Yoga-Unterricht,
- spirituelle Zeremonien,
- vegetarische Ernährung
- und traditionelle Rituale direkt vor Ort.

Yoga wird dabei nicht nur als körperliche Praxis verstanden, sondern als Teil einer jahrtausendealten spirituellen Tradition Indiens. Die Reise verbindet deshalb Bewegung, Spiritualität, Kultur und Begegnung auf besondere Weise.
Das Besondere: Diese Reise wird durch einen deutschsprachigen Yoga Lehrer begleitet mit täglichem Yogaunterricht während der Reise.




