Pooja’s Weg: Vom Dorfleben zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin

Frühe Lebensjahre und Kindheit

Pooja ist eine 30-jährige Frau und ganzheitliche Gesundheitsberaterin. Sie wurde in einer armen Familie in Reckong Peo geboren, einer Stadt im Bezirk Kinnaur im Bundesstaat Himachal Pradesh, Indien. Zu ihrer Familie gehörten ihre Eltern und drei ältere Brüder.

Pooja’s Vater war Bauunternehmer, und ihre Mutter arbeitete mit ihm zusammen und verrichtete außerdem landwirtschaftliche Arbeiten auf den Feldern anderer Leute. Als Pooja erst zweieinhalb Jahre alt war, zog ihre Familie auf der Suche nach besseren Arbeitsmöglichkeiten nach Pooh, einem weiteren großen Dorf in Kinnaur. Ihr Vater arbeitete weiterhin als Bauunternehmer, und ihre Mutter verbrachte viele Stunden auf den Feldern, um die Familie zu ernähren. Zu dieser Zeit gingen ihre drei älteren Brüder zur Schule. Als Pooja noch sehr klein war, ging sie oft mit ihrer Mutter auf die Felder. Manchmal schlief sie sogar vor ihrem Haus ein, während sie darauf wartete, dass ihre Mutter nach Hause kam.

Schulleben und Herausforderungen

Als sie sechs Jahre alt wurde, begann sie, zur Schule zu gehen. Da sie aus einer armen Familie stammte, besaß sie keinen richtigen Schulranzen. Stattdessen trug sie früher eine Stofftasche (eine Einkaufstasche) mit sich, um ihre Bücher zur Schule zu bringen.

In ihrer Kindheit war Pooja sehr schüchtern, in sich gekehrt, zurückhaltend und nicht besonders selbstbewusst. Sie war nicht besonders gut in der Schule, und ihr eigenes Gesicht gefiel ihr nicht. Nach der 6. Klasse kam es zu einer Wende, als sie in der Schule bessere Leistungen erzielte. Zufälligerweise erhielt sie genau zu dieser Zeit auch ihren allerersten Schulranzen – ein kleines Geschenk, das ihr Leben mit großer Freude und Motivation erfüllte.

Später, als sie in der 12. Klasse war, erhielt sie im Rahmen eines Stipendiums einen Laptop. Pooja hat ihre Schulausbildung bis zur 12. Klasse abgeschlossen.

Verantwortungsbewusstsein entwickeln und ihr erstes eigenes Einkommen verdienen

Als sie älter wurde, begann sie, ihrer Mutter bei der Hausarbeit zu helfen. Außerdem ging sie weiterhin zur Schule und spielte mit ihren Freunden. Nach Abschluss der 12. Klasse absolvierte sie einen einjährigen Computerkurs. Später, von 2015 bis 2017, arbeitete sie in einer Apotheke, wo sie monatlich 3000 Rupien verdiente. Auch wenn das Gehalt bescheiden war, stellte es doch etwas weitaus Wertvolleres dar – ihren ersten Schritt in Richtung finanzieller Unabhängigkeit.

Im Jahr 2017 schlug Pooja ein neues Kapitel in ihrem Leben auf und heiratete.

Ein spiritueller Funke aus der Kindheit

Pooja hatte schon von klein auf spirituelle Gedanken. Als sie erst sechs Jahre alt war, kam ihr eine tiefgründige Frage in den Sinn — Wer bin ich? Was bin ich? Und warum bin ich hier? Diese Fragen begleiteten sie während ihrer gesamten Kindheit und bildeten die Grundlage für ihren spirituellen Weg.

Schon seit ihrer Kindheit verspürte sie eine natürliche Verbundenheit mit der Spiritualität, und dieses Interesse verstärkte sich mit zunehmendem Alter.

Außerdem begann sie, religiöse Fastenzeiten wie Solah Somwar, das Freitagsfasten, Janmashtami und Shivratri einzuhalten. An Shivratri pflegte sie zu Hause einen kleinen Shiva-Lingam anzufertigen und Gebete zu sprechen.

Der Beginn ihrer Meditationsreise

Ihre eigentliche spirituelle Reise begann jedoch im Jahr 2019, als sie an einem siebentägigen Rajyogya-Meditationskurs teilnahm. In diesem Kurs lernte sie die Theorie der Meditation kennen, darunter die Bedeutung satvikischer Ernährung, den Zusammenhang zwischen Gott, der Seele und dem menschlichen Leben sowie die Praxis der Meditation.

Ihre Praxis vertiefen und die Mutterschaft annehmen

Im Jahr 2020 reiste Pooja nach Mount Abu in Rajasthan, um ihr Verständnis von Meditation und spiritueller Disziplin zu vertiefen. Diese Erfahrung lehrte sie, wie wichtig ein ausgeglichener Tagesablauf und ein achtsames Leben sind.

Im selben Jahr wurde sie schwanger, und im Jahr 2021 brachte sie ihren einzigen Sohn, Prishu, zur Welt.

Auch nachdem sie Mutter geworden war, setzte Pooja ihren Weg der Meditation fort. Im Jahr 2022 absolvierte sie einen Online-Kurs in Ragy-Heilmeditation und vertiefte damit ihr Verständnis für ganzheitliches Wohlbefinden und Heilung.

Die lebensverändernde Vipassana-Erfahrung

Im Jahr 2024 nahm sie an einem zehntägigen Vipassana-Meditationskurs in Dehradun teil. Vipassana ist eine Praxis der stillen Meditation. Während dieses Kurses ist es den Teilnehmern nicht gestattet, nach 18 Uhr bis zum nächsten Tag zu sprechen, Augenkontakt herzustellen oder zu essen. Es gibt nur eine Hauptmahlzeit am Tag, und für ältere Schüler gibt es manchmal kein Abendessen.

Der Tagesablauf im Vipassana-Zentrum war sehr diszipliniert:

  • 4:00 Uhr morgens – Aufwachen und Meditation
  • 6:30 – 8:30 Uhr – Frühstück und Meditation
  • 11:00 – 12:00 Uhr – Mittagessen
  • 12:00 – 13:00 Uhr – Pause
  • 13:00 – 17:00 Uhr – Meditation
  • 17:00 – 18:00 Uhr – Tee oder Zitronenwasser, anschließend Meditation
  • 20:00 – 21:00 Uhr – Vortrag (spiritueller Vortrag)
  • 21:00 Uhr – Schlafen

Dies war eine sehr anspruchsvolle Strecke, doch Pooja hat sie zweimal bewältigt – im Jahr 2024 und erneut im Jahr 2025.

Der Weg zum ganzheitlichen Gesundheitscoach

Im August 2024 absolvierte Pooja zudem einen Online-Kurs zum Thema Gesundheitscoaching bei der Shivdhyana Sanstha. In diesem Kurs lernte sie, wie man die sechs Säulen der Gesundheit in Einklang bringt:

1. Was wir essen

2. Wie wir uns ernähren

3. Aktivität und Bewegung

4. Umwelt

5. Schlaf

6. Emotionen

Im Mittelpunkt des Kurses stand die Verbesserung des allgemeinen Lebensstils und des Wohlbefindens. Es handelte sich um ein dreimonatiges Programm, und Pooja investierte 10.000 Rupien, um es zu absolvieren.

Wirkung durch Heilung und Coaching erzielen

Heute arbeitet Pooja als ganzheitliche Gesundheitsberaterin. Durch ihr Coaching hilft sie Menschen dabei, ihren Lebensstil zu verbessern, und begleitet sie auf ihrem Weg zur Heilung durch Meditation und ganzheitliche Wellness-Praktiken. Sie unterstützt Menschen dabei, gesündere Gewohnheiten zu entwickeln und ein besseres körperliches, geistiges und emotionales Wohlbefinden zu erreichen. Und nun arbeitet Pooja auch als Yogalehrerin für Chalo-Reisen und hilft Menschen dabei, ihr Wohlbefinden durch Yoga und Achtsamkeit zu steigern.

Schlussfolgerung

Auch heute noch inspiriert Pooja andere durch ihr Engagement für ganzheitliche Gesundheit, Meditation und ein bewusstes Leben – und beweist damit, dass wahrer Erfolg nicht nur in persönlichen Errungenschaften liegt, sondern auch darin, anderen dabei zu helfen, zu heilen, zu wachsen und sich zu entfalten. Ihre Geschichte zeigt, dass selbst jemand aus einfachen und bescheidenen Verhältnissen durch Engagement, Spiritualität und persönliche Weiterentwicklung wachsen, lernen und ein sinnvolles Leben gestalten kann.

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